Symlinks für Geräte mit udev erstellen

USB Geräte, die in irgendeiner Form RS232 sprechen oder so tun als ob, bekommen normalerweise Einträge im dev-Verzeichnis wie

  • /dev/ttyUSB* oder
  • /dev/ttyACM*

Leider ist eine eindeutige Zuordnung (Gerät X bekommt immer /dev/ttyACM5 o.ä.) nicht gegeben. Man musst also immer erst einmal „nachsehen“ (dmesg oder lsusb).

Eine Alternative bietet udev an. Dazu erstellt man udev-Regeln, am besten in einer eigenen Datei im Verzeichnis /etc/udev/rules.d.

Beispiel für einen Adapter USB auf RS232 mit einem pl2302 von Prolific Technology Inc. Dieser hat Vendor-ID 067b und Product-ID 2303.

SUBSYSTEM=="tty",ATTRS{idVendor}=="067b",ATTRS{idProduct}=="2303",SYMLINK+="pl2303"

Man erhält mit einem ls -hal /dev/ folgende Ausgabe:

lrwxrwxrwx 1 root root 7 Nov 21 18:19 /dev/pl2303 -> ttyUSB1

Man kann nun statt /dev/ttyUSB1 (wechselndes Device) immer den Symlink /dev/pl2302 (konstant) verwenden. Das lästige Suchen entfällt somit.

(Dieser Beitrag basiert auf diesem Blog und wurde natürlich angepasst)

Arietta G25 und das WPA-WLAN

Das Arietta G25 ist ein Embedded Linux Board mit:

  • 400Mhz ARM-9 CPU Atmel AT91SAM9G25
  • 128 oder 256 MByte DDR2 RAM
  • MicroSD Karten Slot für bis zu 64 GB
  • Debug-Port für optionales Debug-Modul
  • 3 USB Ports (1 Port für optionales WLAN reserviert)
  • 20×2 Pin Header im 2,54 mm für
    • I2C
    • USB
    • UART
    • PWM

Die komplette Liste der Ausstattung findet man auf der Herstellerseite.Das WLAN Modul WIFI-2-IA mit RaLink RT5370N kann fest auf die Basisplatine gelötet werden und belegt dann einen der 3 USB-Ports.

Anschließend kann man sich auf der Arietta einloggen (entweder per ssh über USB-LAN oder über serielle Konsole und den Debug-Port). In beiden Fällen ist das voreingestellte Passwort für den root-Nutzer „acmesystems“.

Mit wpa_passphrase SSID PASSWORT kann man sich den notwendigen Wert für die Konfiguration in /etc/network/interfaces berechnen lassen. Als Ergebnis erhält man:

network={
        ssid="SSID-WERT"
        psk=PSK-WERT
}

Daraus ergibt sich für WLAN0 folgendes:

auto wlan0
iface wlan0 inet dhcp 
        wpa-ssid "SSID-WERT"
        wpa-psk PSK-WERT

Dabei sind die Anführungszeichen zu beachten. Mit ifup wlan0 kann die Schnittstelle aktiviert werden und sollte sich dann per DHCP eine IP-Adresse und Default-Route erhalten.

 

SuperGRUB2Disk: Booten eines USB-Stick über CD-Rom

Folgendes Szenario/Problem stellte sich:

  • Laptop bzw. Rechner
  • das BIOS erkennt (theoretisch) USB Festplatten/Sticks
  • das Booten von USB wurde per BIOS gesperrt
  • das Booten von CD-Rom ist noch erlaubt

Man kann sich nun zu recht fragen, warum ist booten von CD-Rom noch erlaubt? Das bleibt ein Geheimnis des Besitzers des Rechners.

Die Frage ist nun, kann man diese Einschränkung umgehen? Wenn ja, wie?

Die Antwort lautet: Es kann gehen. USB Festplatten/Sticks dürfen nicht ganz deaktiviert sein, sie müssen zumindest erkannt werden (d.h. sie tauchen nicht im Boot-Menu des Rechners auf). Mit Hilfe der SuperGRUB2Disk und deren Funktion „Detect any OS“ kann man das Betriebsystem (bevorzugt Linux) auf der USB Festplatte erkennen lassen und dieses Starten.

Voilà, booten von USB mit einem kleinen Umweg. Sicher nicht im Sinne des Besitzers, aber manchmal hilfreich für Notfälle wie Datenrettungen, etc.