Sun Type 6 Keyboard (ohne USB) an modernen PCs (mit USB)

In meinem Keller befand sich noch eine Sun Type 6 Tastatur in der Variante mini-DIN Anschluss. Später hat Sun die Type 6 noch mit USB angeboten, aber so eine habe ich leider nicht.

Was kann man heute mit so einer Tastatur anfangen?

Direkt nicht viel, aber die SPARC Keyboard Specification Version 1 sagt, daß diese Tastaturen ein serielles Protokoll mit negativer Logik mit 1200 Baud sprechen. Ein Test mit einem Arduino ergab, dass die SoftwareSerial-Bibliothek dies unterstützt. Entsprechend kann man mit der Tastaturelektronik sprechen. Richtung PC hilft einem eine serielle Schnittstelle nicht viel, da PCs zunächst einen AT Anschluss, später dann PS/2 und schlussendlich USB für Tastaturen nutzen.

USB ist der aktuelle Standard für den Anschluss von Tastaturen an PCs. Also benutzen wir einen Arduino, der nativer USB Client und platzsparend  ist. Der Vorschlag: ein ATmega32u4 basierter Arduino Micro (oder ein kleinerer Klon).

Die Verkabelung ist einfach:

  • GND der Tastatur (Pin ganz recht) wird mit einen GND Anschluss des Arduinos verbunden
  • VCC der Tastatur (2. Pin von rechts) an den VCC des Arduinos anschließen (5V sind ok)
  • den RX Pin der Tastatur (4. von rechts) an den SoftwareSerial TX Pin (im Code ist dies Pin 15)
  • den TX Pin der Tastatur (5. von rechts) an den SoftwareSerial RX Pin (im Code ist dies Pin 14)

Für einfache Aufgaben reicht die Keyboard und Maus Bibliothek von Arduino. Allerdings nimmt diese intern bereits ein Mapping auf ASCII vor (“Note: Not every possible ASCII character, particularly the non-printing ones, can be sent with the Keyboard library.”). Dies bereitet dann prompt Probleme beim Umsetzen der kompletten Tastatur mit einem Arduino. Ebenso lässt sich die Kommunikation des Hosts mit der Tastatur (Schalten der LEDs) nicht abbilden. Dies wird durch Nico Hood’s HID Projekt (Version von Commit 3c5000c4b606b85054150a201f0c6229a9148068) ermöglicht.

Den Code des Sketches findet sich im GitHub Repository: sun-type6-to-USB

Nach dem Flashen des Sketches in den Arduino ist es möglich einen Text wie diesen auf einer Sun Type 6 an einem modernen PC zu schreiben.

AM2302/DHT22 auf RS232 Adapter

Um der Arietta G25 einen praktischen Nutzen zu verleihen, soll sie als Logger für Temperatur und Feuchtigkeit benutzt werden. Hierzu soll der Sensor AM2302/DHT22 über UART angebunden werden.

Als Adapter habe ich mich für einen minimalistischen ATTINY45 (den hatte ich noch) entschieden.

Das entsprechende Projekt findet man auf GitHub: https://github.com/shing19m/AM2302-ATTINY45-RS232

 

Arietta G25 und das WPA-WLAN

Das Arietta G25 ist ein Embedded Linux Board mit:

  • 400Mhz ARM-9 CPU Atmel AT91SAM9G25
  • 128 oder 256 MByte DDR2 RAM
  • MicroSD Karten Slot für bis zu 64 GB
  • Debug-Port für optionales Debug-Modul
  • 3 USB Ports (1 Port für optionales WLAN reserviert)
  • 20×2 Pin Header im 2,54 mm für
    • I2C
    • USB
    • UART
    • PWM

Die komplette Liste der Ausstattung findet man auf der Herstellerseite.Das WLAN Modul WIFI-2-IA mit RaLink RT5370N kann fest auf die Basisplatine gelötet werden und belegt dann einen der 3 USB-Ports.

Anschließend kann man sich auf der Arietta einloggen (entweder per ssh über USB-LAN oder über serielle Konsole und den Debug-Port). In beiden Fällen ist das voreingestellte Passwort für den root-Nutzer “acmesystems”.

Mit wpa_passphrase SSID PASSWORT kann man sich den notwendigen Wert für die Konfiguration in /etc/network/interfaces berechnen lassen. Als Ergebnis erhält man:

network={
        ssid="SSID-WERT"
        psk=PSK-WERT
}

Daraus ergibt sich für WLAN0 folgendes:

auto wlan0
iface wlan0 inet dhcp 
        wpa-ssid "SSID-WERT"
        wpa-psk PSK-WERT

Dabei sind die Anführungszeichen zu beachten. Mit ifup wlan0 kann die Schnittstelle aktiviert werden und sollte sich dann per DHCP eine IP-Adresse und Default-Route erhalten.

 

Morse-Blinker mit einer LED

Beim Geocachen ist mir jetzt 2-3 mal Rätzel mit Morse-Code untergekommen. Meist in Verbindung mit ein klein wenig Elektronik und LEDs. Die Frage die sich aufgedrängt hat, wieviel Aufwand ist so eine Schaltung denn eigentlich?

Die Antwort: erstaunlich wenig Material ist notwendig um eine LED Morse-Codes blinken zu lassen:

  • 1 LED die direkt an 3V betrieben werden kann und dabei ausrechend hell ist
  • 1 ATtiny 13
  • 3V Knopfzelle (idealerweise mit Halter)
  • 1 Taster (ist optional, dann muss die Batterie nicht immer rein und raus)

Der Schaltplan ist recht einfach:

SingleLedMorser_Schaltplan
Schaltplan

Sobald der  ATtiny mit Strom versorgt wird (über Taster oder Einlegen der Batterie), beginnt die LED zu Blinken und morst ihre Nachricht. Dazu muss natürlich die interne Programmierung passen. Der verwendete ATtiny hat nur 1kB Flash, deshalb lasse ich die Morsezeichen vor dem flashen der Firmware generieren (morse_prepare.c). Die Ausgabe ist dann für SOS folgendes: ….L—L…W

Das spart den Speicher für die Kodierung im ATtiny. Anschließend beginnt die Firmware mit dem Abspielen der Nachricht. Die kurzen Pausen innerhalb der einzelnen Symbole werden dabei vom ATtiny eingefügt. Den Code kann man hier herunterladen.

Ergebnis nach dem Aufbau auf einer Platine:

front
Probeaufbau auf Platine

Viel spass beim Nachbauen!