Probleme mit Windows Update KB3033929 (SHA2 Einführung)

Auch bei meinem Desktop hat KB3033929 zu Problemen geführt. Windows 7 befindet sich auf der ersten Festplatte, Linux auf der zweiten. Natürlich wird Grub zum Booten verwendet. Leider befand sich kein Windows Boot Loader mehr auf keiner der beiden Platten.

Woher bekommt man jetzt wieder ein direkt bootfähiges Windows 7?

  1. Die meisten Webseiten empfehlen die Windows 7 Installations Medien zu verwenden um das System zu reparieren. Gut, müsste man suchen und die richtigen Medien erwischen. Meine war „inkompatibel“.
  2. Diverse Linux-Tools wie install-mbr führten auch nicht zum Erfolg.
  3. Zum Glück konnte ich das Windows noch starten und das Programm EasyBCD installieren. Wie auf der Hersteller Web-Seite beschrieben, kann das Tool einen Windows 7 MBR schreiben.

Nach dem Anwenden von EasyBCD kann das Windows wieder nativ von der ersten Festplatte gestartet werden und ebenso von der zweiten Festplatte via Grub.

Problem gelöst!

Apache Maven – Launch4j Integration

Im 5ten Teil der Serie über Maven (Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4 – Teil 4 wird für diesen Teil allerdings nicht benötigt, kann also überlesen werden) soll gezeigt werden, wie wiederum Maven genutzt werden kann, um automatisiert im Build-Prozess direkt ausführbare Dateien für Windows (exe) erzeugt werden können.

Launch4j

Launch4j ist ein plattform-übergreifendes Werkzeug zur Erstellung von ausführbaren EXE-Dateien für Windows. Für einmale Aktionen und zum Üben bietet Launch4j eine GUI an, diese eignet sich aber nicht zur Integration in einen Build-Prozess. Hier kann uns Maven wieder helfen.

Erweiterung der pom.xml

Zunächst muss ein (zusätzliches) pluginRepository eingebunden werden. Das Tag pluginRepositories wird nur benötigt, wenn es noch nicht vorhanden war.

<pluginRepositories>
    <pluginRepository>
        <id>launch4j-xml-plugin-repo</id>
        <name>launch4j-xml-plugin Repository for Maven</name>
        <url>
            https://launch4j-xml-plugin.googlecode.com/svn/repo
        </url>
    </pluginRepository>
</pluginRepositories>

Anschließend wird wie in Teil 3 der Build-Prozess angepasst. Dazu wird unter /project/build/plugins (dem XPath folgen) folgendes zusätzliche Plugin eingetragen. Es wird davon ausgegangen, dass

  • ein ausführbares JAR-File vorliegt
  • und dieses muss unter plugin/executions/execution/configuration/jar (XPath) angegeben werden

Die gewünschte Ergebnisdatei wird unter plugin/executions/execution/configuration/outfile (XPath) angegeben.

<plugin>
    <groupId>org.bluestemsoftware.open.maven.plugin</groupId>
    <artifactId>launch4j-plugin</artifactId>
    <version>1.5.0.0</version>
    <executions>
        <execution>
            <id>l4j-gui</id>
            <phase>package</phase>
            <goals>
                <goal>launch4j</goal>
            </goals>
            <configuration>
                <headerType>gui</headerType>
                <outfile>target/MouseMover.exe</outfile>
                <jar>target/MouseMover-0.0.1.jar</jar>
                <errTitle>MouseMover Error</errTitle>
                <icon>src/main/resources/mm.ico</icon>
                <jre>
                    <minVersion>1.5.0</minVersion>
                    <maxVersion>1.6.0</maxVersion>
                    <initialHeapSize>128</initialHeapSize>
                    <maxHeapSize>1024</maxHeapSize>
                </jre>
                <versionInfo>
                    <fileVersion>1.0</fileVersion>
                    <txtFileVersion>1.0</txtFileVersion>
                    <fileDescription>Desc</fileDescription>
                    <copyright>C</copyright>
                    <productVersion>1.0</productVersion>
                    <txtProductVersion>1.0</txtProductVersion>
                    <productName>MouseMover</productName>
                    <internalName>MouseMover</internalName>
                    <originalFilename>
                        MouseMover.exe
                    </originalFilename>
                </versionInfo>
            </configuration>
        </execution>
    </executions>
</plugin>

Nach dem nächsten Build steht euch dann an der angegebenen Stelle eine EXE (hier MouseMover.exe) zur Verfügung. Das klappt zum Glück nicht nur unter Windows, sondern auch unter Linux und Mac OS X. Aber das war auch auf der Homepage von Launch4j so angegeben.

Résumé

Launch4j ermöglicht in Verbindung mit Maven das Erstellen von EXE-Dateien ohne große Probleme. So kommen Windows-Nutzer in den Genuss direkt ausführbarer Java-Programme.

Downloads

Das Testprojekt findet sich hier und die enstandene EXE hier.

Fernwartungskarten Teil 2

Mal wieder traten die Fernwartungskarten (namentlich unsere Drac5) negativ in Erscheinung. Das Problem diesmal wurde zwar höchstwahrscheinlich durch ein Update auf Windows-Seite ausgelöst, bestand aber nur für die Drac5 Karten. Diese können in den uns vorliegenden (zugegebenermassen etwas älteren) Version 1.33 nur über ein Active-X Plugin auf KVM-Ebene angesprochen werden.

Unter Windows 7 ist im Startmenu der Internet Explorer 2 mal zu finden:

  • Internet Explorer 64bit
  • Internet Explorer

Man könnte ja nun annehmen, der Internet Explorer ohne Bit-Angabe wäre 32bit, oder? War er eventuell auch, nach dem erwähnten Update ist er es jedoch sicher nicht mehr. Man erhält unter beiden Punkten einen 64-bit IE. Will man dort auf die KVM-Konsole der Drac5 per Active-X zugreifen, so scheitert dies ohne klare Fehlermeldung. Es geht halt einfach nicht.

Die Lösung, auf die weder unsere Firmen-Windows-Admins noch der Dell-Premium-Support kamen, ist der Internet Explorer (mit 32 bit!)   direkt aus dem Programmverzeichnis der X86-Anwendungen zu starten. Dort können die benötigten Active-X Plugins dann wieder problemlos ausgeführt werden.

Für die Lösung des Problems danke ich Stefan C.!

Testaccount für vServer (Linux, Windows)

United Hoster vergibt gerade Testaccounts für vServer mit

  • Linux,
  • Windows 2003 oder
  • Windows 2008 R2

Unter folgender Adresse können die vServer bestellt werden: http://united-hoster.com/vserver-testaccount.html

Nach der Anmeldung kam bei mir am nächsten Tag eine eMail mit den Zugangsdaten an die angegebene Mail-Adresse. Der vServer ist mit 5 GB Festplatte, 512 MB Ram recht knapp ausgestattet. Aber, hey, ist ja gratis.

 

Fernwartungskarten sind für die Administrationsarbeit unerlässlich…

Zur Fernwartung von Servern in Rechenzentren setzt man auf Fernwartungskarten. In Systemen der Firma Dell sind das die iDRAC Karten.

Zu tun hatte ich bisher mit Version 5 (iDRAC5) und 6 (iDRAC6).

Beide bieten den Zugriff auf eine Konsole, die Möglichkeit virtuelle DVDs einzulegen, den Rechner zu resetten und vieles mehr.

iDRAC5 setzt dazu in einer früheren Version auf ein ActiveX Plugin, was eine Verwendung nur im Internet Explorer erlaubt. Das Einbinden der virtuellen Medien funktioniert nicht wirklich zuverlässig.

Anders hingegen bei iDRAC6: Eine wirklich stark verbesserte Oberfläche, Konsole und virtuelle Medien funktionieren über Java und somit nicht mehr nur im Internet Explorer. Auch eine komplette Installation eines Betriebssystems war nun problemlos möglich. Bei der älteren iDRAC5 war dann eher ein Besuch im Rechenzentrum angesagt.