Bootprobleme mit Ubuntu Server

Bei einem Ubuntu Server hatte ich nach einem Update des Kernels folgendes Problem:

Gave up waiting for a root device
Common problems :
-Boot args (cat /proc/cmdline)
-check rootdelay (did the system wait long enough?)
-check root (did the system wait for the right device?)

Danach befand ich mich in einer busy-box Shell wieder. Nach kurzer Zeit meldete sich das gesuchte Device dann doch noch.

Nach kurzem Suchen, löste der Kernelparameter rootdelay das Problem. Im Grub den Paramter angehängt und schon bootet der Server wieder:

rootdelay=90

OCR-Software gibt es auch per Browser und hilft dabei Texte schnell zu erfassen

Zu erst: OCR steht für Optical Character Recognition und steht für Texterkennung und dient zur Erfassung von Texten aus Bildern.

Sucht man im Netz nach „online ocr“ erhält man doch einige Ergebnisse. Stellvertretend habe ich folgende Angebote herausgepickt und getestet:

Ich bevorzuge für meinen Test hier eindeutig Angebote ohne Zwang zur Registrierung, da dies dem schnellen Einsatz für wenig Seiten doch irgendwie entgegen steht. Getestet wurde ebenfalls nur die Ausgabe in reinen Text (ohne Formatierungen etc.).

free-online-ocr.com

free-online-ocr.com bietet ein einfache Webinterface zum Upload der Eingabedatei (entweder Bilder oder PDF). Weiterhin kann das Ausgabeformat gewählt werden (Word, RTF, PDF und reiner Text). Die Seite informiert den Nutzer über einen Fortschrittsbalken über den Verlauf des OCR-Prozesses. Nach Beendigung wird das Ergebnis dem Nutzer zum Download angeboten. Eine Möglichkeit zur Preview existiert nicht.

onlineocr.net

onlineocr.net ermöglicht den Upload der Eingabedatei ebenfalls über ein Webinterface, fragt dabei neben dem Zielformat aber auch die Sprache der Eingabe ab. onlineocr.net unterstützt 32 Sprachen, darunter Englisch, Deutsch und viele weitere europäische Sprachen. Zum Starten der Erkennung muss ein einfaches Zahlen-Captcha eingegeben werden. Nach dem OCR-Prozess wird das Ergebnis in einem Preview angezeigt und kann von dort per Copy&Paste weiter verwendet werden. Der Download ist ebenfalls möglich. Der Dienst ist im Gast-Modus auf 15 Seiten pro Stunde beschränkt.

free-ocr.com

free-ocr.com bietet auch eine Auswahl der Sprache im Dokument, unterstützt jedoch nur die Ausgabe in ein Textfeld auf der Webseite. Zur Absicherung gegen automatisierte Benutzung wird ein Captcha von Recaptcha verwendet, da der Dienst laut Aussage der Webseite zum Brechen von Captchas verwendet wurde.

newocr.com

newocr.com unterstützt 29 Sprachen und bietet als einziger Dienst an, die Eingabedatei im 90° Winkel zu drehen. Es gibt keine Absicherung gegen automatisierte Nutzung durch Captchas.

ocrterminal.com und ocronline.com

Beide Dienste erfordern zunächst eine kostenlose Registrierung. Aus diesem Grund habe ich die Angebote nicht weiter getestet.

Test

Eine objektive Bewertung der Erkennungsrate wollte ich nicht vornehmen, eine subjektive Bewertung soll hier genügen.

Die Testseite entstammt aus einer Dissertation und besteht aus einem Zitat von Victor Hugo (rechtsbündig, kleinerer Font), einer Überschrift (zentriert, Fettdruck, größerer Font), dem Text in Blocksatz und den Fußnoten.

free-online-ocr.com bietet eine gute Erkennungsrate, hat aber teilweise Probleme mit Umlauten. Die Erkennung erstreckt sich auch auf das Zitat und die Fußnoten, was nicht jeder getestete Dienst erreicht.

onlineocr.net bietet eine ordentliche Erkennungsrate, scheitert aber beim Zitat und den Fußnoten.

free-ocr.com scheitert ebenfalls am Zitat und den Fußnoten und hat deutliche Probleme mit Umlauten.

newocr.com erkennt hingegen sowohl Zitat als auch Fußnoten korrekt und bietet subjektiv gesehen die bester Erkennungsrate.

Fazit

Durch die hohe Erkennungsrate und den Erfolg bei Fußnoten und Zitat scheint mir newocr.com der beste kostenlose Anbieter in diesem kleinen Test zu sein.

Entanglement, auf Deutsch „das Gewirr“

Ein kleines, aber wahrscheinlich suchterzeugendes Casual Game ist Entanglement. Ziel des Spiels ist es, ausgehend von einem zentralen Element, Pfade aufzubauen. Dazu bekommt man 6-eckige Felder die mit verschiedenen Teilpfaden bemalt sind. Das nächste 6-Eck wird immer an der Seite des 6-Ecks angelegt, an dem der Pfad momentan endet.

Gespielt werden kann Entanglement im Browser. Probiert habe ich es im Chrome und Firefox.

Fernwartungskarten sind für die Administrationsarbeit unerlässlich…

Zur Fernwartung von Servern in Rechenzentren setzt man auf Fernwartungskarten. In Systemen der Firma Dell sind das die iDRAC Karten.

Zu tun hatte ich bisher mit Version 5 (iDRAC5) und 6 (iDRAC6).

Beide bieten den Zugriff auf eine Konsole, die Möglichkeit virtuelle DVDs einzulegen, den Rechner zu resetten und vieles mehr.

iDRAC5 setzt dazu in einer früheren Version auf ein ActiveX Plugin, was eine Verwendung nur im Internet Explorer erlaubt. Das Einbinden der virtuellen Medien funktioniert nicht wirklich zuverlässig.

Anders hingegen bei iDRAC6: Eine wirklich stark verbesserte Oberfläche, Konsole und virtuelle Medien funktionieren über Java und somit nicht mehr nur im Internet Explorer. Auch eine komplette Installation eines Betriebssystems war nun problemlos möglich. Bei der älteren iDRAC5 war dann eher ein Besuch im Rechenzentrum angesagt.

pipeviewer – Fortschrittbalken auf der Konsole

Für alle Konsolen-Freaks, die sich auch mal Fortschrittsbalken wünschen, habe ich heute eine kleine Software (installiert auf Ubuntu ca. 35k):

pv (aka Pipe Viewer) ist ein Utility, welches sich in eine Unix Pipeline einbauen lässt und dort dann verschiedene Sachen zu dieser Pipe ausgeben kann.

Ausgeben eines Formschrittbalkens nach Bytes:

cat $FILE | pv -s $SIZE_OF_FILE -p | $CODE

Oder Ausgeben des Durchsatzes:

cat $FILE | pv -r | $CODE

Installiert werden kann das ganze unter Debian-Derivaten mit

apt-get install pv

8G Ram – Viel Speicher und wie man ihm aktiviert

Nein, nicht was man nun denken könnte… Das Problem hat weder mit Linux/Windows/… noch 32bit/64bit zu tun.

Zuerst die Problemstellung:

Ein Rechner mit 2 CPU-Sockeln (nur 1 Sockel bestückt) und 8 Slots für RAM-Module (davon 4 Stück mit je 2GB versehen). Das Bios meldet: 4 Module gefunden, alle 2GB groß. Allerdings nur 4GB installiert.

Das ist ja nun schon etwas seltsam, oder?

Die Lösung ist auch seltsam… Nach dem Umstecken von 2 Ram-Modulen aus Slot 3 und 4 in 5 und 6 erkennt das Bios dann auch die kompletten 8G und die Betriebssysteme können drauf zu greifen.

Erklärbar ist dieses Verhalten über die unterschiedlichen Wege die Kapazität des Hauptspeichers zu bestimmen. Einmal kann über die SPD-EEPROM (Serial Presence Detect) die Kapazität der Module abgefragt werden, andererseits müssen die Module in den Speicherkanälen des Prozessors eingebaut sein um nutzbar zu sein.