Urlaub in Südafrika 2017

Mein kleiner Reisebericht mit Bildern zu meinem Urlaub in Südafrika 2017.

Anreise (3.12. – 5.12.)

Eigentlich sollte das ja weniger als 24h zwischen Straßenbahnhaltestelle bis zur Landung in Johannesburg sein, aber der Reihe nach.

Bis zum 1. Boarding in Frankfurt lief alles glatt (Straßenbahn und ICE fuhren pünktlich, Check-In und Sicherheitsgedöns liefen gut), also rein in die Maschine. Direkt hinter mir eine Karlsruherin auf 8 Monatsweltreise.

Leider konnte die Maschine wegen technischer Probleme und einiger “we have to delay by 30 minutes” Ansagen wegen des Nachtflugverbots in Frankfurt nicht mehr starten. Dann eine Ansage, es würden Busse organisiert, wohin war unklar. Am Ende waren wir statt über den Wolken um 1 Uhr früh im Maritim (als einer der letzten bekam ich eine Suite). Allerdings war die Nacht viel zu kurz, die Busse kamen nach dem Frühstück gegen 9 und am Flughafen ging es zum Erneuten Check-In und Sicherheitsgedöns. Leider hoben wir wieder nicht wie geplant ab, da einige Passagiere nicht mehr eingecheckt hatten und so das Gepäck wieder aus der Maschine geholt werden musste. Also Abflug erst nach 15 Uhr Richtung Addis Abeba.

Up in the air

Der Flug dauerte rund 6,5h war dafür sehr ruhig und entspannend. Viele schöne Blicke aus dem Fenster auf die Alpen, den Balkan und Griechenland. Später dann Blicke auf helle Siedlungen in der Wüste und der Anflug auf Addis Abeba zwischen 2 Bergen hindurch war sehenswert.

Addis Abeba bei Nacht

Nach der Landung war unklar, ob direkt weiter geflogen würde oder wieder ein Hotel auf uns wartet. Es war ein Hotel, also raus aus dem Flughafen, ein nach Äthiopien mit Sondervisum auf der Boardkarte (nichts im Pass). Im Hotel um 1 Uhr noch ein Bier und ab ins Bett. Abfahrt zum Flughafen war um 6:40 und nur knapp 4h Schlaf. Es folgt 2 mal das Durchleuchten (Sicherheit wird großgeschrieben) und die Passkontrolle. Boarding war geplant ab 7:40 also alles mit Eile. Leider hakte es auch hier und Boarding war erst 8:30. Aber es ging immerhin (wenn auch mit 24h Verspätung) los nach Johannesburg. Auch dieser Flug war ruhig und relativ ereignislos.

Boing 787-8 der Ethiopian Airlines in Addis Abeba

Nach der Ankunft in Johannesburg die erste Überraschung: der Sommer fiel leicht ins Wasser. Nach Passkontrolle und dem ersten Stempel im Pass die nächste Überraschung: Gepäck weg… Na, das läuft ja super, immerhin mal angekommen. Waren ja nur 24h mehr als geplant.

Regen in O. R. Tambo / Johannesburg
Überflutungen in Johannesburg

Notfallshopping in der Southgate Mall in Johannesburg um wenigstens das Nötigste zu haben. Anschließend die Fahrt nach Potchefstroom in der Provinz Northwest.

Sunset after the rain

Zum Glück zeigte sich das Wetter auch noch von seiner schönen Seite, wie man am Sonnenuntergang gut erkennen kann.

Drakensberge & Golden Gate Highland NP (6.12. – 8.12.)

Am nächsten Tag die südafrikanische SIM-Karte erneut per RICA freischalten lassen, da der erste Versuch nicht erfolgreich war. Anschließend noch ein Paar Hosen und T-Shirt und ab auf den Weg zur Witsieshoek Mountain Lodge gemacht.

Der Weg führte durch den Golden Gate Highland National Park mit landschaftlich sehr schönen Felsformationen.

Panorama aus dem Golden Gate NP
Versteinerung in einem Restroom in der Nähe des Glen Reenen Campsite
Niedrig hängende Wolken (aufgenommen auf knapp 2000m ü. NN)

Weiter ging die Fahrt über Phuthaditjhaba zur Lodge. Diese befindet sich auf ca. 2200m ü. NN und auch hier befanden wir uns zunächst mitten in den Wolken. Das Wasser fiel beim Aufsteigen aus und so war das Wetter sehr ungemütlich und wir zweifelten an unseren Plänen für die Wanderung am nächsten Tag. Das Dinner im Restaurant war Entschädigung genug, landestypisch gab es Filetsteak mit Beilagen und dazu ein Windhoek Lager.

Am nächsten Früh erwiesen sich die Bedenken zum Glück als unbegründet. Zwar schien die Sonne nicht, aber die Wolken hingen höher als am Vortag und nach dem Frühstück sind wir aufgebrochen.

Der Name der Drakensberge (oder auch Drachenberge) ergibt sich aus den Bergen, die aus der Ferne wie die Rückenschuppen eines schlafenden Drachen aussehen. Zusätzlich sieht man viele “Dracheneier” wie dieses:

Ein Ei eines Drachen?

Zunächst begann die Wanderung bergab, da wir uns unterhalb der Wolken

Blick ins Tal
Blick auf die Tiefebene

bewegen wollten. Das hat sich zu 100% ausgezahlt, da wir dadurch ideales Wanderwetter hatten, nicht zu heiß, nicht zu feucht. Es gab hervorragende Aussichten vom Hochplateau in Richtung Tiefebene und in wunderschöne Täler.

Anfang eines ausgewaschenen Überhangs

Auf unserem weiterem Weg begegneten wir einheimischen Tieren und weiteren spektakulären Ansichten. Nach dem wir knapp 400 Höhenmeter abgestiegen waren, mussten wir diese entsprechend zur Lodge wieder aufsteigen. Auf diesen Höhen deutlich anstrengender, da die Luft hier bereits spürbar dünner ist, als auf den gewohnten knapp 200m ü. NN. Aber da mussten wir durch.

Krabbe im Wasser
Tausendfüßler

Am Nachmittag klarten die Wolken auf und ermöglichten einen Blick auf die Kulisse des Amphitheaters auf:

Blick aufs Amphitheater

Am 2. Tag erreichte uns die Nachricht, mein verlorenes Gepäck sei auf dem Weg nach Potchefstroom. Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir mit dem Auto zum Sentinel Car Park gefahren um dort noch eine kleine Wanderung zu machen. Hier gab es erneut geniale Aussichten, interessante Wolken und Tiere.

Blick auf den Parkplatz am Sentinel
Eine von vielen
Tief gehts hinab

Kurz vor der Abfahrt an der Lodge konnten wir noch einen Blick auf die von der Sonne beschienenen Felsen der Amphitheaters werfen:

Amphitheater in der Sonne

Auf dem Rückweg nach Potchefstroom haben wir beim Tanken in Clarens angehalten und von einer Maklerin noch ein paar Tipps für eine weiter kleine Runde bekommen. Auch hier wieder “wilde” Tiere und Felsformationen, aber seht selbst.

Überhang
Felsformationen
Flußkrebs
Dorfstraße

Der weitere Heimweg über die landesüblichen Dirt Roads mit kleinen Schlaglöchern mit Wasserfüllung hat uns dann noch an einem kleinen Sandsturm vorbeigeführt.

Im Golden Pond Guest Hause angekommen, stellt sich raus, dass das Gepäck nach der Landung in Johannesburg zunächst einen Umweg über Kapstadt eingelegt hat.

Pilanesberg Nationalpark (10.12.)

Nach einem Tag Pause in Potchefstroom ging es am 10. Dezember in den Pilansberge Nationpark. Da die Tiere die Mittagszeit normalerweise im Schatten der Büsche verbringen, ist es wichtig möglichst direkt nach Sonnenaufgang oder zumindest sehr früh durch die Gates des Nationalpark zu fahren. Wir sind deshalb kurz nach 5 Uhr los gefahren und waren ca. 7:30 im Nationalpark. Was man nicht vergessen sollte ist ein gutes Fernglas und eine gute Kamera.

Pilanesberg
Karte des Nationalparks (von https://www.pilanesbergnationalpark.org/de/map/)

Ganz wichtiges Schild kurz nach der Fahrt in den Nationalpark. Diesem ist definitiv zu folgen, da die Tiere hier frei laufend und nicht gezähmt sind. Sie sind höchstens tolerant gegenüber Fahrzeugen.

Warnschild

An einigen Stellen sind Hütten (Look outs und Hides) errichtet worden, dort ist das Aussteigen explizit erlaubt.

Blick ins Tal

Von den “Big Five” haben wir nicht alle erwischt, aber das ist auch relativ unwahrscheinlich. Gesehen und auch photographiert haben wir Nashörner und Elefanten sowie Löwen. Diese findet man auf den folgenden Bildern. Interessanterweise verzieht sich der König der Tiere sicherheitshalber wenn ein grasendes Nashorn auftaucht.

Löwe direkt neben dem Fahrweg
Nashörner und Elefanten
Nashorn
Elefante mit Jungtier

Am Mankwe Damm konnten wir neben einigen Vögeln auch noch Flusspferde (leider zu weit weg für die Kamera), viele Schildkröten und ein Babzkrokodil:

Schildkröte und Krokodil

Auf den weiteren Wegen durch den Park sahen wir noch eine Zebraherde mit Jungtieren und auch Giraffen, Impalas, Wasserböcke, Warzenschweine sowie viele weitere Tierarten.

Zebras
Giraffe
Eule
Impala
Warzenschwein

Ein Besuch in einem Nationalpark ist definitiv sehens- und empfehlenswert!

Erholungstag (11.12)

Nachdem wir erst kurz vor Mitternacht wieder in Potchefstroom waren, haben wir den Montag sehr ruhig verbracht. Unter anderem nochmals die NWU besucht, den Mietwagen aufgeräumt. Falls jemand in Potchefstroom ein Guest House sucht, so kann ich den Golden Pond empfehlen.

Rückflug (12.12-13.12)

Den Rückflug von Johannesburg nach Frankfurt möchte ich deshalb erwähnen, da er absolut problemlos war. Also ein schöner Kontrast zum Hinflug, der ja doch recht nerven aufreibend war.

Update 25.12.2017:
Alle Links auf https umgestellt.

Literaturempfehlung: Daemon und weitere von Daniel Suarez

Aus gegebenen Anlass, live von der Dachterrasse, eine kleine Literaturempfehlung für Nerds und weitere technikinteressierte Kreise:

  • Daemon
  • Darknet
  • Kill Decision
  • Control

Und dazu noch ein Interview aus dem Mai 2011 geführt von Frank Rieger mit Daniel Suarez, dem Autor der Daemon-Reihe, und veröffentlicht in der faz.