Gehäuse „selbst“ gemacht

Für eines meiner Projekte wahr mal wieder ein schickes Gehäuse gefragt. 160mm breit, 130mm hoch, 120mm tief, 2 Aussparungen: eine für ein Display, eine für eine Infrarotdiode. Aber selbst berechnen, aufzeichnen und selbst sägen? Heute mal nicht.

Berechnen und Zeichnen

Im großen Internet hat schon jemand ein Lösung für das Problem des Zeichnens bereitgestellt: Makercase.com ermöglicht über Eingabe von einigen Eckdaten (Höhe, Breite, Tiefe, Materialstärke, Innen- oder Außenmaß?) sowie optionaler Verzahnung das Anlegen des Korpus. Zusätzlich können noch Durchbrüche (Löcher) positioniert werden. Zum Abschluss kann das Modell als JSON gespeichert werden beziehungsweise als Schnittmuster für Laser-Cutter heruntergeladen werden.

Das ganze passiert in Javascript im Browser, entsprechend kann sich das auf älteren Maschinen etwas ziehen.

Ausdrucken des Schnittmusters auf Papier zum Testen der Position der Löcher und Verzahnungen wird empfohlen. Hier kam Inkscape zum Einsatz. Hier können (und müssen später) noch Anpassungen vorgenommen werden.

Ausschneiden (lassen)

Aussägen mit der Laubsäge von den Verzahnungen? Nein, dank FORMULOR* ist dies nicht mehr nötig. FORMULOR* kann die Schnittmuster von MakerCase nach einigen Anpassungen aus diversen Materialien ausschneiden.

Eine Anleitung für Inkscape findet sich in auch in Englisch. Wichtig ist es, die Vorlagen für Inkscape zu verwenden (der Link findet sich auf der Anleitungsseite neben dem Inhaltsverzeichnis), da hierdurch lt. FORMULOR* die Bearbeitung beschleunigt werden kann. In meinem Fall waren folgende Schritte notwendig:

  • Anordnen der einzelnen Teile auf einem 384x384mm großen Zeichenbereich (als Material 3mm Sperrholz)
  • Ändern der Schnittkanten auf Blau (RGB: 0,0,255)
  • Anpassen der Linienstärke auf 0.01mm (leider zeigt Inkscape diese dann nicht mehr an)

Lädt man eine Datei bei FORMULOR* hoch, wird diese zunächst auf Regelverstöße geprüft und entsprechend beanstandet.

Anschließend kann man den Bestellvorgang starten, in meinem Fall etwas über 30€ inkl. Versand.

Lieferung

Hat etwas gedauert, lag aber wohl daran, dass ich die Vorlage nicht verwendet habe (Errinnerung: Vorlagen für das jeweilige Programm befinden sich auf der entsprechenden Anleitungsseite neben dem Inhaltsverzeichnis). Qualitativ kann ich nicht meckern, hatte bisher aber auch keine Erfahrung mit Laser-Cut-Sperrholz. Riecht etwas verbrannt, aber das wird produktionsbedingt sein. Von daher: alles gut, wird sicher noch mal probiert.